Die Arche Noah sticht in See

Mit Stiftung Mercator in diesem Jahr noch breiteres Programm

„Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“ – so lautet das Leitmotiv der bundesweiten Interkulturellen Woche 2014 (IKW). Auch in Essen wird die gemeinsame Botschaft von Frieden, Respekt und gegenseitiger Achtung aller Bevölkerungsgruppen wieder gefeiert.

Im Rahmen der IKW, vom 22. bis zum 29. September, errichten Kinder und Jugendliche aus Kitas, Schulen, Jugendeinrichtungen und Migranten-Organisationen miteinander eine 25 Meter große Arche Noah auf dem Burgplatz der Stadt Essen. Die Planken des imposanten Machwerks werden von den Kindern im Vorhinein liebevoll gestaltet, so dass die Arche genauso bunt wird wie der Dialog zwischen den Kulturen.

Azzadine Karioh, Kommission Islam und Moscheen in Essen e.V; Willi Overbeck, Evangelische Kirche, Günter Dercks, FB Interkulturelle Orientierung, Kommunales Integrationszentrum; Hans-Hermann Byron, Jüdische Kultusgemeinde; Wiebke Stadler, Stiftung Mercator und Andreas Bomheuer, Geschäftsbereichsvorstand Kultur, Integration und Sport. (V.l.n.r.) stellten im Rahmen eines Pressegespräches das Projekt "Arche Noah 2014" vor. Foto: Peter Prengel
Azzadine Karioh, Kommission Islam und Moscheen in Essen e.V; Willi Overbeck, Evangelische Kirche, Günter Dercks, FB Interkulturelle Orientierung, Kommunales Integrationszentrum; Hans-Hermann Byron, Jüdische Kultusgemeinde; Wiebke Stadler, Stiftung Mercator und Andreas Bomheuer, Geschäftsbereichsvorstand Kultur, Integration und Sport. (V.l.n.r.) stellten im Rahmen eines Pressegespräches das Projekt „Arche Noah 2014“ vor. Foto: Peter Prengel

Schon 2013 war das Projekt des Initiativkreises Religionen in Essen (IRE) und seiner vielen Kooperationspartner ein voller Erfolg: Eine Woche lang wurde zusammen interkulturelle Akzeptanz gefeiert, über 100 Organisationen und Institutionen nahmen teil und täglich besuchten bis zu 1.000 Menschen die Respektmeile in der Essener Innenstadt. In diesem Jahr verspricht die Arche Noah noch schöner und noch authentischer zu werden, denn die Stiftung Mercator fördert die Aktion und trägt neben der Stadt Essen die finanzielle Hauptlast. Dadurch kann der IRE unter dem Motto „Nicht ich, sondern wir …“ ein noch breiteres Programm präsentieren.

So startet die Interkulturelle Woche 2014 am Montag, 22. September, mit dem Tag der Kinder, danach wird jeweils ein Tag den Religionen, den Schulen und der Jugend, der Umwelt, Gesundheit und sozialen Innovation, den Flüchtlingen und dem Respekt und schließlich den Kulturen gewidmet – am Sonntag ist kein Programm. Eine große Bühne auf dem Schiff gibt Raum für verschiedene Aufführungen, wie Konzerte, Musik, Tanz, Schauspiel oder Diskussionen.

Schon im Vorfeld reist in einer bundesweiten Aktion ein selbstgebautes Floß mit Flüchtlingen – begleitet vom Musiker Heinz Ratz und seiner Band Strom und Wasser – von Nürnberg nach Berlin. Zwischenstopp am 13. August sind der Rhein-Herne-Kanal, am selben Tag Altenessen und die Zeche Carl. Hier wird bei Fest und Konzert das Projekt-Motto miteinander gefeiert.

Als direkte Vorbereitung auf die Interkulturelle Woche eröffnet am 13. September die Respektmeile in der Essener Innenstadt. Die Meile reicht vom Generationenkulthaus bis zum Burgplatz. An beiden Enden sind Mauern aufgestellt, in deren Mitte ein Loch klafft: Ein Symbol für den Abbau von Vorurteilen, die Innenstadt als Raum des offenen Miteinanders.

Schirmherrschaft des Projekts hat erneut Oberbürgermeister Reinhard Paß. Zugleich wurde das Projekt Arche Noah in den Strategieprozess Essen.2030- im Handlungsfeld Essen.vielfältig aufgenommen.

„Die Arche Noah ist eine Plattform, auf der das alltägliche friedliche Zusammenleben in Vielfalt und gegenseitigem Respekt in einer großen Stadt wie Essen zelebriert und bewusst gemacht wird. Die unterschiedlichsten Gruppen wirken in dieser Woche zusammen und setzen so ein Zeichen, dass es für sie viele gemeinsame Ziele gibt, die sie zusammen realisieren“, meint Willi Overbeck von der Evangelischen Kirche und dem Initiativkreis Religionen zur Arche Noah 2014.

Auch Andreas Bomheuer, Dezernent für Kultur, Integration und Sport der Stadt Essen, sieht in dem Projekt eine Chance: „Der besondere Charme der Arche liegt darin, dass Religion, Kultur, Bildung und Politik ihre Kräfte und Netzwerke dafür öffnen, gemeinsame Schritte für eine friedliche Zukunft, die geprägt ist vom gegenseitigen Respekt, zu entwickeln. Ein Projekt, dessen Botschaft in die gesamte Stadtgesellschaft gehört. So kann man selbstbewusst von gelebter Vielfalt sprechen, wie sie im Ruhrgebiet mit seiner einzigartigen Geschichte beispielhaft praktiziert wird.“

Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, erklärt zur Förderung: „Gerechtigkeit und chancengleiche Partizipation aller Menschen an den zentralen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ist die Vision der Stiftung Mercator. Das Projekt Arche Noah unterstützt diese Ziele, indem es den interreligiösen und interkulturellen Dialog in Essen fördert und damit Vorurteile, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus abbaut.“

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de

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