Die Arche legt auf dem Burgplatz an

„Nicht ich, sondern wir“ steht als Motto über der Festmeile, auf der sich im September Menschen mit verschiedenen Religionen und Kulturen auf dem Burgplatz begegnen werden. Genau dort wird dann die Arche Noah wie schon im Vorjahr ankern: An dem Schiff, das als Bühne für Musik, Tanz und Theater sein wird, basteln derzeit Mädchen und Jungen in Kindergärten, Schulen und Jugendeinrichtungen.

Sie alle bauen die Planken für die 25 Meter große Arche nach Texten der Thora, Bibel und des Koran, denn dieses Schiff ist ein Projekt des Initiativkreises Religionen in Essen (IRE). Und so verkündeten Willi Overbeck für die evangelische Kirche, Hans-Hermann Byron von der jüdischen Kultus-Gemeinde sowie Azzadine Karioh von der Kommission Islam und Moscheen die gute Nachricht: In ihrem zweiten Jahr schippert die Arche nun in ruhigem Fahrwasser, denn die Organisatoren haben nicht nur wie bereits 2013 Geld von der Stadt erhalten, sondern die gleiche Summe auch von der Stiftung Mercator. „Daher planen wir unser Projekt in Ruhe und Sicherheit“, sagte Willi Overbeck.

Der Intendant berät das Team

60 000 Euro gibt es jeweils von der Stiftung und aus dem städtischen Topf für innovative Projekte im Bereich Integration, sagt Kulturdezernent Andreas Bomheuer und lobt, dass mit diesem die Möglichkeit geschaffen werde, mehr voneinander zu lernen und so persönliche Netzwerke zu knüpfen.

Die haben auch die Organisatoren genutzt, und so berät Intendant Christian Tombeil in puncto Choreografie und Dramaturgie, weitere Theaterprofis bieten Schminkkurse an. Zum Tag des Kindes werden Mädchen und Jungen als Tiere der Arche geschminkt über die Kettwiger zur Marktkirche ziehen. Ein Erlebnis, das sie nicht vergessen werden, glaubt Overbeck. Und eines, das Gemeinsamkeiten schafft, den Respekt fördert, sich mit allen Unterschiedlichkeiten zu begegnen, hoffen die Planer. Denn ihr Projekt ist zwar ein heiteres, sagen sie, „aber auch eines mit ernstem Hintergrund.“ Friedfertigkeit, Vielfalt, Akzeptanz, Austausch sind die Worte, die die Organisatoren wählen, um ihn zu beschreiben.

Schon jetzt begegnen sich die Kinder und Jugendlichen, um gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten: Eine Arche entstehen zu lassen als Plattform für den Dialog. Zum Basteln und Bauen aber gehöre es jetzt, dass sich die Beteiligten miteinander befassen und auseinandersetzen, hebt Günter Dercks vom Fachbereich Interkulturelle Orientierung hervor: „Vielleicht ist dieser Prozess, bei dem sie gemeinsam ein Ziel ansteuern sogar höher zu bewerten als das Kulturfest.“

Damit dieses kein Strohfeuer wird, setzen die Beteiligten vor allem auch auf Effekte wie Arche-Dialoge, formuliert Willi Overbeck. „Diese Dialoge weiterhin in den Stadtteilen zu führen – das wäre ein schönes Element“, nennt er einen Wunsch, nicht ohne gleich einen zweiten hinzuzufügen: „Wir möchten 2015 noch eine Arche bauen – die Kraft dafür ist da.“ (Dominika Sagan)

Quelle: Die Arche legt auf dem Burgplatz an | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/essen/die-arche-legt-auf-dem-burgplatz-an-aimp-id9510847.html#plx555191082

ArcheNoah2014_WAZ_240614

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