Respektmeile öffnet Essener Innenstadt

Respekt als „Schmiermittel der Gesellschaft“, die Tore als Zeichen einer offenen Stadt: Zum Vorauftakt der Interkulturellen Woche 2014 wurde am Freitag, 5. September, die Respektmeile in der Essener Innenstadt eröffnet. Die Einweihung der beiden Mauern feierten Vertreter von Kirchen, Migrantenverbänden, Gewerkschaften sowie prominente Unterstützer mit bunten Handabdrücken für Toleranz, aufsteigenden Ballons und der Premieren-Vorführung der Illustrativen Foto-Animation von Ulrich Püschmann.

Die Köpfe frei von Vorurteilen: Reinhard Wiesemann (Gründer GenerationenKulthaus),  Oberbürgermeister Reinhard Paß, Willi Overbeck (Evang. Kirche), Dieter Hillebrand (Regionsgeschäftsführer DGB), Hans-Hermann Byron (Jüdische Kultus- Gemeinde), Dr. Helmuth Schweitzer (Interkulturelle Arbeit Essen) und Superintendentin Marion Greve feierten die Eröffnung der Respektmeile. Foto: Müller
Die Köpfe frei von Vorurteilen: Reinhard Wiesemann (Gründer GenerationenKulthaus), Oberbürgermeister Reinhard Paß, Willi Overbeck (Evang. Kirche), Dieter Hillebrand (Regionsgeschäftsführer DGB), Hans-Hermann Byron (Jüdische Kultus- Gemeinde), Dr. Helmuth Schweitzer (Interkulturelle Arbeit Essen) und Superintendentin Marion Greve feierten die Eröffnung der Respektmeile. Foto: Müller

Als direkte Vorbereitung auf die Interkulturelle Woche öffnete am 5. September die Respektmeile ihre Pforten. Die Meile reicht vom GenerationenKulthaus bis zum Burgplatz. An beiden Enden sind Mauern aufgestellt, in deren Mitte ein Loch klafft: Ein Symbol für den Abbau von Vorurteilen, die Innenstadt als Raum des offenen Miteinanders.

Foto: Müller
Foto: Müller

Gewürdigt wurde die Eröffnung durch verschiedene Reden, unter anderem von Oberbürgermeister Reinhard Paß, GenerationenKulthaus-Gründer Reinhard Wiesemann und Willi Overbeck vom Initiativkreis Religionen. Danach konnten alle ihren Handabdruck als Zeichen für Toleranz auf einer weißen Außenwand des GeKu-Hauses hinterlassen. Weiter ging die Tour durch die Essener Innenstadt entlang einer Straße gelber Luftballons. Diese wurden eingesammelt und vor der Marktkirche gemeinsam in die Welt geschickt. Abschluss war die Premiere der Illustrativen Foto-Animation von Ulrich Püschmann in den Räumen der Kirche.

Gelbes Ballonmeer: Vor der Marktkirche wurden die gesammelten Schätze in die Welt geschickt. Foto: Müller
Gelbes Ballonmeer: Vor der Marktkirche wurden die gesammelten Schätze in die Welt geschickt. Foto: Müller

„Die Respektmeile setzt ein deutliches Zeichen für Respekt in unserer Stadt“, freut sich Reinhard Paß, Schirmherr der Arche Noah 2014. „Das Motto der diesjährigen Interkulturellen Woche bringt es auf den Punkt: Natürlich sind wir unterschiedlich, aber wir haben alle den gleichen Respekt verdient. Die Arche Noah kann dieses Symbol noch viel deutlicher unterstreichen.“ Das sieht Hans-Hermann Byron, Jüdische Kultus-Gemeinde und IRE, ähnlich: „Respekt ist das Schmiermittel der Gesellschaft.“

Wieder auf Hochglanz gebracht wurden die beiden Tore im Vorfeld von Auszubildenden Malern und Lackierern der Jugendhilfe Essen. „Das Tor vor dem GenerationenKulthaus war in sehr gutem Zustand: Es gab zwei, drei kleine Graffitis, aber die Mauer war nicht beschädigt“, berichtet Ausbilder Michael Kenning. Drei Tage widmete Kenning zusammen mit acht Azubis der Generalüberholung der beiden Mauern, am Freitagmorgen stellten sie zudem das Tor am Burgplatz auf.

Vielleicht größtes Kompliment: Das ganze Jahr über verhinderte ein besonderes Sprayer-Symbol, dass die Mauer als kreative Fläche genutzt wird. So blieb das Respektmeilen-Tor inmitten der anderen bunten Wände beinahe unangetastet.

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