Nein zur HoGeSa-Demonstration in Essen!

Pressemitteilung des Bündnisses „Essen stellt sich quer“ gegen die Ankündigung der HoGeSa- Aktion am 18. Januar 2015

Die sogenannten „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) haben für den 18. Januar 2015 eine Demonstration auf dem Willy-Brandt-Platz am Essener Hauptbahnhof angemeldet und für den Zeitraum von 14 bis 18 Uhr 4000 Teilnehmende angekündigt.

Im Ankündigungsvideo einer Privatperson, das im Internet kursiert, ist von „Wenn wir Terror haben wollen, machen wir ihn selber – und das tun wir jetzt.“ die Rede. Das ist Ankündigung genug.

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Formal wenden sich „HoGeSa“ gegen Salafismus – in Wirklichkeit verbreiten sie Ausländerhass und Rassismus. Wie in Köln und Hannover will diese Vereinigung von kriminellen Schlägern, Hooligans und Rechtsradikalen Angst erzeugen: bedroht werden unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger anderer Herkunft sowie alle Andersdenkenden. Wir in Essen werden uns dem Hass entgegenstellen.

Das „Bündnis gegen Rechtsradikalismus und Rassismus – Essen stellt sich quer“ fordert deshalb die Polizeipräsidentin auf, den Aufmarsch der Hooligans zu verbieten. Wenn er doch stattfindet, rufen wir gemeinsam zu friedlichen Gegenaktionen auf. In Essen ist kein Platz für rechtsextremes Gedankengut und Gewalt auf der Straße. Wir, die demokratische Öffentlichkeit, dürfen gewalttätigen Gruppen keinen Raum geben. Oberbürgermeister Paß hat die Motive von „HoGeSa“ treffend zusammengefasst: „diese Kundgebung kann doch nur ein Ziel verfolgen: Hass zu schüren gegen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die friedlich mit und unter uns in Essen leben..“ Wir freuen uns, dass die Stadtspitze eindeutig Stellung bezieht und fordern gleichsam das Verbot der Demonstration.

Bereits am 21. September marschierten rund 80 Hooligans in Essen auf. Die Mehrzahl davon ist der Polizei als gewaltbereite Fußballanhänger bekannt. Die Gruppe hat regionale Verbindungen zu Funktionären von Pro NRW und zur Dortmunder Partei „Die Rechte“. Während der Demonstration am 26. Oktober in Köln (4500 Teilnehmende) kam es zudem zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei mit 44 verletzten Beamten. Davon waren auch Essener Polizeibeamte betroffen.

Unabhängig von den Entscheidungen der Polizei oder Justiz werden wir jedoch unsere demokratischen Rechte, nämlich unseren friedlichen und lautstarken Protest gegen HoGeSa auf die Straße zu tragen, noch heute dadurch zum Ausdruck bringen, dass wir eine Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz für den 18.1.2015 von 13 bis 19 Uhr anmelden. Wir sind wie immer zu Kooperationsgesprächen mit der Polizei bereit und werden auf das weitere Geschehen flexibel reagieren.

Wir bitten alle demokratischen Kräfte, insbesondere aus Sport, religiösen Gemeinschaften, Gewerkschaften und Politik in Essen und NRW uns dabei zu unterstützen.

Max Adelmann (Sprecher des Bündnisses „Essen stellt sich quer“)

Weitere und aktuelle Informationen zur geplanten Protestkundgebung finden Sie unter www.essen-stellt-sich-quer.de oder auf der Facebook-Seite des Bündnisses.

Sie möchten als Privatperson oder Organisation den Aufruf „Nein zu HoGeSa in Essen! Gemeinsam gegen Rassismus und für Vielfalt in Essen!“ unterstützen? Dann teilen Sie dem Veranstalter dies mit! Unterstützerformular herunterladen.

 

 

 

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