Stadt informiert zu neuer Regeleinrichtung für Asylbewerber

Die Stadtverwaltung hat eine Immobilie in der Hülsenbruchstraße 30 angemietet, um Asylbewerber unterbringen zu können. In dem Gebäude sollen 130 PLätze geschaffen werden. Wie in allen anderen Einrichtungen wird es auch hier eine 24-Stunden Betreuung an sieben Tagen in der Woche geben.

Asylbewerber werden nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer und entsprechend auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt. Für Essen wird in diesem Jahr mit insgesamt 2.865 Asylbewerbern gerechnet. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, alle ihr durch das Land zugewiesenen Asylbewerber unterzubringen.

Die Stadtverwaltung möchte in der Bürgerinformationsveranstaltung die Bürgerinnen und Bürger, die in der Nachbarschaft der neuen Regeleinrichtung wohnen, beispielsweise über die Art der Unterbringung und über das Betreuungskonzept für die Einrichtung, informieren. Die Verwaltung nimmt die Anliegen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst und stellt sich gerne allen aufkommenden Fragen.

Die Informationsveranstaltung findet am Donnerstag, 25. Juni, im Interkulturellen Zentrum „Der Kreuzer“ der evangelischen Kirchengemeinde Essen Borbeck-Vogelheim, Friedrich-Lange-Straße 3, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Zum Hintergrund

In den vergangenen Jahren sind wieder deutlich mehr Asylantragsteller nach Deutschland gekommen als in den Vorjahren. Im Jahr 2014 kamen über 202.000 Asylantragsteller nach Deutschland, viele aus Krisenregionen wie Syrien, Afghanistan oder Ägypten. In diesem Jahr rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit 450.000 Asylbewerbern in Deutschland.

Die bereits vom Rat der Stadt beschlossenen Unterkünfte, deren Bau bald beginnt, werden erst im nächsten Jahr fertig gestellt, so dass die 2015 nach Essen kommenden Asylbewerber anderweitig untergebracht werden müssen.

Um alle in diesem Jahr nach Essen kommenden Asylbewerber unterbringen zu können, wird die Stadtverwaltung voraussichtlich weitere Immobilien anmieten.

Die Verwaltung verfolgt das Ziel, eine möglichst große Zahl von Asylbewerbern in Wohnungen zu vermitteln; dazu prüft die Verwaltung eingehende Wohnungs- und Gebäudeangebote und wirbt auch gezielt bei Wohnungsbaugesellschaften und privaten Vermietern um entsprechende Wohnungsangebote. Die Vermittlung in Wohnraum ist das vorrangige Ziel bei der Unterbringung von Flüchtlingen, und kommt immer dann in Betracht, wenn die Flüchtlinge über eine günstige Prognose hinsichtlich ihres Wohn- und Sozialverhaltens sowie ihres ausländerrechtlichen Status verfügen. Vor der Vermittlung in Wohnraum ist jedoch regelmäßig die Unterbringung in einer Unterkunft erforderlich.

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de

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