Erster Jahrestag der Erklärung gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

Oberbürgermeister Reinhard Paß und der Initiativkreis Religionen in Essen (IRE) erinnerten heute (30.7.) an die öffentliche Unterzeichnung vor der Marktkirche. Der IRE hat sein Versprechen eingelöst.

Oberbürgermeister Reinhard Paß (3.v.l.) und der Initiativkreis Religionen in Essen (IRE) erinnerten heute an die öffentliche Unterzeichnung vor einem Jahr. Auf dem Foto v.l.n.r.: Oktay Sürücü (Geschäftsführer IRE), Andreas Volke (Projekt Arche Dialoge), Azzadine Karioh (stellvertr. Vorsitzender KIM-E, Projekt Jüdisch-Islamische Begegnung), Muhammet Balaban (Vors. Kommission Islam und Moschee Essen KIM-E), Schalwa Chemsuraschwili (Vorstand Jüdische Kultusgemeinde Essen) und Willi Overbeck (Sprecher IRE). Foto: Peter Prengel, Stadt Essen
Oberbürgermeister Reinhard Paß (3.v.l.) und der Initiativkreis Religionen in Essen (IRE) erinnerten heute an die öffentliche Unterzeichnung vor einem Jahr. Auf dem Foto v.l.n.r.: Oktay Sürücü (Geschäftsführer IRE), Andreas Volke (Projekt Arche Dialoge), Azzadine Karioh (stellvertr. Vorsitzender KIM-E, Projekt Jüdisch-Islamische Begegnung), Muhammet Balaban (Vors. Kommission Islam und Moschee Essen KIM-E), Schalwa Chemsuraschwili (Vorstand Jüdische Kultusgemeinde Essen) und Willi Overbeck (Sprecher IRE). Foto: Peter Prengel, Stadt Essen

Ein Jahr ist vergangen, seit der Initiativkreis Religionen in Essen (IRE) in einer bewegenden Veranstaltung vor der Marktkirche öffentlich seine Erklärung gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit verlas. Zum ersten Jahrestag der Erklärung hielten heute (30.7.) Oberbürgermeister Reinhard Paß und Mitglieder des IRE im Essener Rathaus Rückschau auf erfolgreiche Monate des interreligiösen Dialogs und einer konstruktiven Zusammenarbeit. Viele weitere Veranstaltungen sind geplant.

Reinhard Paß erklärte: „Essen ist eine Stadt, in der Menschen aus verschiedenen Nationen und unterschiedlichen Kulturen friedlich zusammenleben. Dies ist der Nährboden und die Grundlage dafür, dass der verstärkte interreligiöse Dialog, den wir vor einem Jahr vor der Marktkirche angestoßen haben, bereits zu nachhaltigen Verbesserungen geführt hat. In Essen ist eine weltoffene und tolerante Stadtgesellschaft zu Hause, die Fremdenhass, Islamfeindlichkeit und antisemitischer Hetze keinerlei Raum bietet und sich diesen entschieden entgegenstellt.“

Mit seiner Erklärung gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit reagierte der IRE im vergangenen Jahr auf Ausschreitungen nach Essener Kundgebungen zum Nahost-Konflikt. „Wir fühlen uns den leidenden Menschen in diesem Konflikt verbunden(…). Zugleich sind wir betroffen, dass Trauer und Schmerz bei uns in Essen in Wut und sogar Hass umgeschlagen sind“, hieß es in der Erklärung. Sie war ein Aufruf für den Dialog und das gegenseitige Kennenlernen. Aus Essen sollte das Signal ausgehen, „dass die offene menschliche Begegnung die Grundlage wirklichen Friedens ist“. Am 31. Juli 2014 wurde die Erklärung vor der Marktkirche in der Innenstadt öffentlich verlesen und vom Oberbürgermeister, von den Religionsvertretern und weiteren Vertretern der Stadt unterzeichnet.

Das Thema bleibt aktuell, die Erklärung gilt weiterhin. Die Mitglieder des IRE arbeiten kontinuierlich an ihrer Umsetzung. Die damals angekündigten „Arche-Dialoge“ sind mit Erfolg angelaufen, sie transportieren den Gedanken der Verständigung nachhaltig in die Stadtteile. Erste Veranstaltungen der neu gegründeten Initiative Jüdisch-Islamische Begegnung tragen dazu bei, dass Vorbehalte und Unkenntnis über die jeweils andere Gemeinschaft überwunden werden. Unter dem Motto „mehr Miteinander wagen“ treffen sich seit April dieses Jahres monatlich die Kommission „Islam und Moscheen“ und die Jüdische Kultus-Gemeinde in der Alten Synagoge. Die Gespräche sind fruchtbar. Eins ihrer Ergebnisse: Das Deutsch-Marrokanische Forum „Generation Zukunft“ lud Vertreter der muslimischen und jüdischen Gemeinde am 21. Juni dieses Jahres zum gemeinsamen Fastenbrechen ein.

Und weitere Veranstaltungen sind geplant: Am 10. September, 19 Uhr, lädt die Initiative zu einem Vortrag über die gemeinsamen Traditionen von Judentum und Islam in die Alte Synagoge ein. Höhepunkt der Gemeinschaftsarbeit des IRE ist auch in diesem Jahr wieder das „Arche Noah Projekt“. Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters wird die Arche am 18. und 19. September auf dem Kennedyplatz landen. Unter dem Motto „Miteinander leben. Miteinander reden.“ werden zahlreiche Essener Einrichtungen, darunter Kitas, Schulen und Jugendgruppen, ihre Beiträge zum interkulturellen und interreligiösen Dialog präsentieren.

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de

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