Stadt informiert zum Bau von Flüchtlingsdörfern für Asylbewerber

Die Stadtverwaltung wird aufgrund der stark gestiegenen Zuweisungszahlen Flüchtlingsdörfer mit mobilen Bauten errichten, um alle nach Essen kommende Asylbewerber unterbringen zu können.

An den drei ehemaligen Sportplatzstandorten, Planckstraße, Altenbergshof und Am Volkswald werden in den kommenden Wochen Flüchtlingsdörfer aufgebaut. Alle Unterkünfte sollen vorerst jeweils 250 Flüchtlinge beherbergen. Die Flüchtlingsdörfer an der Planckstraße und am Altenbergshof können bei Bedarf aber auf jeweils 400 Plätze aufgestockt werden.

Die Stadtverwaltung möchte in Bürgerinformationsveranstaltungen die Bürgerinnen und Bürger, die in der Nachbarschaft der neuen Flüchtlingsdörfer wohnen, über die Gründe für diese Art der Unterbringung wie auch über die Art der Unterbringung und über das Betreuungskonzept für die Einrichtung informieren. Die Verwaltung nimmt die Anliegen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst und stellt sich gerne allen aufkommenden Fragen.

Termine für die Informationsveranstaltungen:

  • Standort Altenbergshof
    11. August, 18.00 Uhr im Berufsförderungszentrum, Karolinger Straße 92, Haus 9, Erdgeschoß, Raum Nixdorf

Zum Auftakttermin am 11. August wird Oberbürgermeister Reinhard Paß gemeinsam mit Ordnungsdezernent Christian Kromberg und Sozialdezernent Peter Renzel persönlich Rede und Antwort stehen.

  • Standort Planckstraße
    19. August, 19.30 Uhr im Gemeindesaal Maria Empfängnis, Raffaelstraße

Der Termin für die Bürgerinformationsveranstaltung zur Unterkunft Am Volkswald wird zurzeit noch abgestimmt.

Zum Hintergrund:
In den vergangenen Wochen sind nochmal deutlich mehr Asylantragsteller nach Deutschland gekommen als bisher erwartet. Im Jahr 2014 kamen über 202.000 Asylantragsteller nach Deutschland, viele aus Krisenregionen wie Syrien, Afghanistan oder Ägypten. In diesem Jahr rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit 450.000 Asylbewerbern in Deutschland. Im ersten Halbjahr 2015 sind bereits 179.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, erfahrungsgemäß steigt die Anzahl im zweiten Halbjahr deutlich an; alleine im Juli 2015 sind 79.000 Asylanträge gestellt worden.

Die bereits vom Rat der Stadt beschlossenen Unterkünfte, deren Bau bald beginnt, werden erst im nächsten Jahr fertig gestellt, so dass die 2015 nach Essen kommenden Asylbewerber anderweitig untergebracht werden müssen. Um alle in diesem Jahr nach Essen kommenden Asylbewerber unterbringen zu können, wird die Stadtverwaltung voraussichtlich weitere Immobilien anmieten.

Asylbewerber werden nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer und entsprechend auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt. Die Zuweisungszahlen sind in den letzten Wochen so stark gestiegen, dass die Verwaltung weitere Unterbringungsmöglichkeiten schaffen muss. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, alle ihr durch das Land zugewiesenen Asylbewerber unterzubringen.

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de

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