Wir wollen Position beziehen

Über 1500 Essener gestalten die Planken der Arche Noah – Flüchtlinge, bildende Künstler und Musiker sind mit dabei

Über 1500 Essener arbeiten mit am neuen Gesicht der Arche Noah. Sie gestalten zurzeit die 163 Holzplanken, die am 18. und 19. September die Arche-Bühne auf dem Kennedyplatz weithin als Boot erkennbar werden lassen. Bunt und vielgestaltig wird die Arche Noah so zu einem sichtbaren Zeichen für ein lebendiges Miteinander.

„Miteinander leben. Miteinander reden.“ – das Motto der diesjährigen Arche Noah Essen ist Wegweiser für die vielen Profi- und Laiengestalter. Kita-Kinder, Schüler und Jugendgruppen, auch Flüchtlinge und Musiker sind beteiligt. Die Global-Pop-Musiker von „Banda Senderos“ setzen ein Statement in schriftlicher Form. Sie werden ein Gedicht auf ihre Planke drucken.

Etwa 15 der insgesamt 163 Planken (1,25 x 0,75m) werden in diesem Jahr zum ersten Mal von professionellen Essener Künstlern gestaltet. Mit dabei sind zum Beispiel fünf Künstler des Werkkreises bildender Künstler (WBK Essen). Ihre Ausstellungsräume im Forum Kunst und Architektur liegen zentral am Kopstadtplatz. „Wir sind täglich mit den Chancen und Problemen des Miteinanderlebens konfrontiert. Wir wollen uns zum Thema äußern und Position beziehen“, erklärt Petra Göbel, Vorsitzende des WBK und selbst aktiv an der Plankengestaltung beteiligt, ihre Motivation. Sie selbst wird mit fotografierten Köpfen junger Frauen und Sprechblasen im Comicstil arbeiten. Kartoffeldruck und Aquarellmalerei kombiniert der Künstler Peter Gornig zu eindrucksvoll-intensiven Bildern, die sich mit dem Thema Flucht und Flüchtlinge auseinandersetzen.

Nicht nur künstlerisch, sondern vor allem als echte Erfahrung haben acht Firmlinge der Pfarrei St. Nikolaus in Katernberg das Thema „Miteinander“ umgesetzt. Sie haben drei Planken mit Flüchtlingen in der Unterbringung an der Kapitelwiese bemalt. Etwa 30 Menschen im Alter von zwei bis 40 Jahren haben sich beteiligt. „Wir haben gemeinsam an einer Sache gearbeitet“, freut sich Jugendreferent Lothar Jekel. „Das Miteinander war deutlich spürbar“.

Auch diese drei Planken werden am 18. und 19. September die Arche Noah auf dem Kennedyplatz schmücken. Es sind die bunten Bausteine für ein sichtbares Zeichen des Miteinanders.

Die Planken können von allen beteiligten Gruppen und Gestaltern ab Freitag, 18. September, 12 Uhr angebracht werden. So wächst die Arche Noah für jeden sichtbar und parallel zum Bühnenprogramm.

Die vollständige Pressemitteilung vom 31.08.2015 können Sie sich hier herunterladen.

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