Job-Chancen für Flüchtlinge mit Bleibeperspektive

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zuversichtlich, dass es gelingt, viele Flüchtlinge mit sogenannter Bleibeperspektive in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Einmal mehr hebt Merkel in ihrem neuen Video-Podcast die Bedeutung der deutschen Sprache als „Zugang zum Arbeitsmarkt“ hervor. Nachdem der Chef der Bundesagentur für Arbeit auch die Verantwortung für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übernommen habe, ließen sich auch individuell abgestimmte Sprachkurse, notwendige Spezial- oder Fortbildungen umsetzen, so Merkel.

Sie macht deutlich, dass dies nur für Flüchtlinge gilt, die wirklich Schutz brauchen – nicht für die, die keine Bleibeperspektive haben und Deutschland wieder verlassen müssen.

Heute gehe man ganz anders an das Thema heran als früher, erklärt die Bundeskanzlerin. „Da haben wir aus der Zeit der Gastarbeiter Anfang der 60er Jahre gelernt.“ Man sei damals davon ausgegangen, dass viele wieder weggingen; schon das Wort habe das gezeigt. Stattdessen seien viele über mehrere Generationen geblieben.

„Für einen Teil derjenigen, die zu uns kommen, wird das recht gutgehen“, sagt Merkel mit Blick auf die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. „Aber es wird natürlich auch einen Teil geben, der nicht so eine gute Ausbildung hat, und hier müssen wir insbesondere bei jungen Menschen schauen, dass wir sie trotzdem schnell in Arbeit bekommen.“

Die Bundeskanzlerin weist darauf hin, dass es für jeden Asylbewerber mit guten Bleibeperspektiven einen Integrationskurs von sechshundert Stunden gebe. „Das kann noch während des Asylverfahrens begonnen werden.“ Die Kinder kämen sehr schnell in die Schule oder in den Kindergarten, „da gibt es inzwischen riesige Anstrengungen in den Bundesländern, mit Willkommensklassen zu arbeiten“, sagt Merkel.

Die Bundeskanzlerin geht davon aus, dass das Thema Flüchtlinge bei ihrem letzten Bürgerdialog in der Reihe „Gut leben in Deutschland“ am Montag (26.10.) in Nürnberg eine große Rolle spielen wird. Sie sei „sehr zufrieden“ mit den bisherigen Bürgerdialogen in Berlin, Rostock und Duisburg-Marxloh, „weil wir immer eine sehr offene Aussprache hatten“, sagt Merkel.

Quelle: Bundesregierung, www.bundesregierung.de

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