„Hauptsache kein Schwein“ – koscher und halal leben im Rheinland

Die Film-Dokumentation „Hauptsache kein Schwein“ des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) wird am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge Essen gezeigt. Im Anschluss findet ein Gespräch mit den Filmemachern Monika Grübel und Dr. Alexander statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zugunsten der Stiftung Alte Synagoge wird gebeten.

Wie werden religiöse Speisevorschriften im Alltag im Rheinland heute gelebt? Dieser Frage wird in dem Film „Hauptsache kein Schwein“ nachgegangen. Am Gründonnerstag zeigt sich auf dem Markt in Köln noch heute der Einfluss christlicher Bräuche beim Feiertagseinkauf. Viel deutlicher sind aber die Speiseregeln anderer Religionen wahrnehmbar. Muslimen ist Schweinefleisch und Alkohol verboten, Juden halten eine Vielzahl von Koscher-Regeln ein. Was bedeutet das ganz praktisch für Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens, die im Rheinland zuhause sind und die ihre Religion leben möchten?

Eine Judaistin, eine Kulturwissenschaftlerin und ein Religionswissenschaftler des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte sind dieser Frage nachgegangen. Sie haben zwei Familien in ihrem Ernährungsalltag begleitet, die zeigen, wie sie einkaufen und kochen. Sie reflektieren darüber, was ihre Religion ihnen bedeutet und wie sie ihren Kindern auch über das Kochen und Essen religiöse Identität vermitteln. Ergänzt wird dieser persönliche Einblick durch Experten: Der Maschgiach (Kontrolleur) der jüdischen Gemeinde Köln erklärt die Koscher-Regeln, zeigt aber auch, wie vielfältig die Umsetzung im Alltag sein kann. Halal im Alltag zu vereinfachen ist der Anspruch der Inhaberin des Kölner Halal-Kauf. Alle Produkte sind hier entsprechend geprüft und zertifiziert.

Zu den Filmemachern:

Monika Grübel studierte Judaistik, Geschichte und Kunstgeschichte. Seit 1999 ist sie wissenschaftliche Referentin für rheinisch-jüdische Geschichte beim LVR und Leiterin des LVR-Kulturhauses Landsynagoge Rödingen. Ihre Arbeitsfelder umfassen Filme, Publikationen, Veranstaltungen und Beratung zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur im Rheinland.

Dr. Alexander Schmalz arbeitet als selbstständiger Religionswissenschaftler und Historiker. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Rheinische Landes- und Regionalgeschichte sowie jüdische Geschichte und Kultur. Er ist Autor der Publikation „LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen: Entdecken Sie jüdisches Leben im Rheinland!“.

Quelle: Stadt Essen, http://www.essen.de

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