Project Reconnect: 25.000 Chromebooks für Flüchtlinge

2015 suchten mehr als eine Million Menschen Schutz in Deutschland. Viele flohen vor Krieg oder Verfolgung in ihren Heimatländern. In Deutschland stehen sie vor neuen Herausforderungen: Sie müssen eine neue Sprache lernen, sich in einer neuen Gemeinschaft zurechtfinden, ihre Ausbildung fortsetzen oder Arbeit finden. 

NetHope und Google.org glauben, dass der Zugang zu Informationen im Netz eine wichtige Rolle spielt, um Flüchtlingen zu helfen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden und einzuleben.

Mit Unterstützung von Google.org startet NetHope eine Initiative für Flüchtlinge in Deutschland: “Project Reconnect” stellt gemeinnützigen Organisationen, die mit Flüchtlingen arbeiten, insgesamt 25.000 Chromebooks mit Chrome-Geräteverwaltung zur Verfügung. Das Ziel von Project Reconnect ist es, Flüchtlingen durch den Zugang zu Informations- und Bildungsangeboten zu helfen, ihr Leben wieder aufzubauen. Gemeinnützige Organisationen können sich für bis zu 5.000 Chromebooks bewerben.

Was sind Chromebooks mit Chrome-Geräteverwaltung?

Chromebooks sind webbasierte Laptops. Die Benutzeroberfläche basiert auf dem Chrome Browser und ist auch für Menschen mit wenig Computererfahrung einfach zu nutzen.

Chromebooks mit Chrome-Geräteverwaltung können von Mitarbeitern der gemeinnützigen Organisationen zentral verwaltet werden. Die Google Admin-Konsole ermöglicht es ihnen, vorkonfigurierte Einstellungen zu übernehmen oder ihren Bedürfnissen entsprechend anzupassen. Änderungen, Aktualisierungen, neue Programme und Inhalte können mit wenigen Klicks aus der Ferne an die Chromebooks verteilt werden.

Wie können Organisationen Chromebooks nutzen?

Chromebooks kombiniert mit Internetzugang ermöglichen Flüchtlingen den Zugang zu Informations-, Hilfs- und Bildungsangeboten. Sie können zum Beispiel in Erstaufnahmestellen, Schulen, Beratungszentren oder Jugendprogrammen zum Einsatz kommen. Hier sind einige Ideen zur Nutzung von Chromebooks mit Chrome-Geräteverwaltung in gemeinnützigen Organisationen:

  • Sprachkurse: Über den Kioskmodus kann eingestellt werden, dass Teilnehmer während des Unterrichts nicht ins Internet abschweifen können.
  • Infopunkt: Ein Chromebook kann an einer gut zugänglichen Stelle sicher befestigt werden, um Zugang zu wichtigen Informationen für alle zu ermöglichen.
  • Aktivitäten für Kinder: Im Kioskmodus können Kinder mit ausgewählten Angeboten spielerisch lernen.
  • Bildungsangebote: Mit der Nutzung von Chromebooks können Schul- und Weiterbildungsangebote erweitert werden.
  • Internetcafé: Flüchtlinge können mit Freunden und Familie kommunizieren und auf hilfreiche Informationen zugreifen.

Neben diesen Szenarien gibt es viele weitere Einsatzmöglichkeiten für Chromebooks mit Chrome-Geräteverwaltung. Der Aufwand für IT-Intervention, Instandhaltung und Unterstützung vor Ort ist minimal. Gemeinnützige Organisationen sind im Rahmen der Bewerbung dazu eingeladen, Projektideen zur Nutzung der Chromebooks vorzuschlagen.

Bewerbung für Chromebooks

Gemeinnützige Organisationen, die in Deutschland mit Flüchtlingen arbeiten, sind aufgerufen, sich für Project Reconnect zu bewerben. Bevorzugt werden Bewerbungen von Organisationen, die aufzeigen, wie sie mit Chromebooks und Internet Flüchtlingen helfen und wichtige Ressourcen und Programme zugänglich machen können.

Der Bewerbungsprozess beginnt wie in der Ausschreibung beschrieben mit einer E-Mail an NetHope, in der Organisationen ihr Interesse an der Teilnahme bei Project Reconnect bekunden. Diese E-Mail muss spätestens am 8. Februar 2016 bei NetHope eingehen. Ausgewählte Organisationen können ab dem 1. März 2016 die Chromebooks in Empfang nehmen. Bewerbungen für die zweite Projektphase müssen bis zum 8. März 2016 eingehen. 

Weitere Informationen zu den Bewerbungsschritten und Auswahlkriterien finden Sie in der Ausschreibung

Quelle: Project Reconnect, http://reconnect.nethope.org

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