Donnerstagsgespräch: Deutschland in der Krise Europas

Das „Donnerstagsgespräch“ am kommenden Donnerstag, 3. März, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge thematisiert die Rolle Deutschlands in der Krise Europas. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Die Verwerfungen in Europa, die schon in der Schuldenkrise deutlich wurden und sich in der Migrationskrise noch verstärkt haben, sind unübersehbar. Nicht klar ist, in welchem Sinn hier von einer europäischen Krise gesprochen werden muss. Geht es um einen Konflikt zwischen mutigeren und weniger mutigen Akteuren? Oder um einen Konflikt zwischen einer eher einheitlichen und einer eher pluralistischen Vorstellung von Europa? Der immer wieder erneuerte Ruf nach „europäischen Lösungen“ übergeht solche ungeklärten Richtungsfragen, die sich dann in der Realpolitik doch hemmend bemerkbar machen. Diese Richtungsfragen betreffen auch Deutschland. Dabei ist es gerade die starke deutsche Betonung europäischer Gemeinschaftspflichten, die nun bei verschiedenen Partnerländern auf Misstrauen stößt. Und Deutschland selber ist hin und her gerissen zwischen seiner aus der Geschichte gelernten Zurückhaltung als Nation und seinem Drängen als Mitglied der europäischen Familie. Welche Rolle gibt es überhaupt für eine mittelgroße Macht, die weder unter ihren Möglichkeiten handeln will noch ihre Aufgabenfelder überdehnen will? Diese Fragen sollen tiefer ausgelotet werden. Sie sollen in den Zusammenhang größerer geschichtlicher Entwicklungslinien – mit den Epochenbrüchen des 19. und 20. Jahrhunderts – gestellt werden. Vor allem sollen sie tatsächlich als offene Fragen behandelt werden, denn es gibt in diesem Moment nicht die eine, alternativlose Antwort.

Gesprächspartner bei diesem Donnerstagsgespräch ist Dr. Gerd Held. Nach einer ersten Berufsausbildung studierte Held Sozialwissenschaften in Hannover und Paris. Er habilitierte 2003 an der Universität Dortmund und ist heute Privatdozent am Institut für Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin und politischer Publizist. Gerd Held war Autor bei der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, und schreibt heute für „Die Welt“, ebenso für die Internet-Plattform „Die Achse des Guten“.

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de

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