Mehr Unterstützung in der Flüchtlingskrise

Lokalpolitiker und Vertreter der evangelischen Kirche im Ruhrgebiet haben eine gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingssituation abgegeben. Darin fordern sie von Bund und Land mehr Unterstützung für die Kommunen im Ruhrgebiet bei der Aufnahme von Flüchtlingen.

Die Kommunen müssten erhebliche Leistungen bei der Unterbringung der Schutz suchenden Menschen erbringen, heißt es in der Erklärung, die die evangelischen Kirchenvertreter, Bürgermeister und Landräte bei der Konferenz der Ruhrsuperintendenten am Dienstag in Essen verabschiedet haben. Sie müssten aber auch in die Lage versetzt werden, diesen Herausforderungen angemessen begegnen zu können. „Dazu müssen Bund und Land die Kommunen umfassender unterstützen.“

Die Unterzeichner fordern, Flüchtlinge in den Städten und Gemeinden menschenwürdig unterzubringen und ihnen einen Zugang zum Arbeitsmarkt und zu den sozialen Diensten zu eröffnen. „Es ist ein Gebot der Humanität und der christlichen Verantwortung, Flüchtlinge aufzunehmen und unsere Gesellschaft gemeinsam mit ihnen weiter zu entwickeln“, betonen die Vertreter der Kommunen und 15 Kirchenkreise in der Erklärung.

Flüchtlinge brauchen Klarheit über ihre Perspektiven in Deutschland

Außerdem sollten Asylverfahren fair, schneller und konsequenter durchgeführt werden. „Flüchtlinge brauchen möglichst schnell Klarheit über ihre Perspektiven in Deutschland“, heißt es in der Resolution weiter. Die langen Wartezeiten und rechtliche Hürden verhinderten, dass Asylsuchende frühzeitig Sprachkurse und eine Ausbildung absolvieren oder eine Arbeit aufnehmen könnten.

Die Unterzeichner verurteilten Fremdenfeindlichkeit, Hass und Rassismus gegenüber Flüchtlingen. Gleichzeitig erwarte man, „das diejenigen, die zu uns kommen, gesetzliche und gesellschaftlich vereinbarte Ordnungen und die grundlegenden Orientierungen in unserem Land respektieren.“ Dazu zähle etwa die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Religionsfreiheit.

Dankbar zeigten sich die Superintendenten, Bürgermeister und Landräte der Ruhr-Region gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern, auch in den Kirchengemeinden, für die vielfältige Hilsbereitschaft bei der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen. (epd/red)

Die gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingssituation im Ruhrgebiet im Wortlaut

Quelle: www.fremdling.ekir.de

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