Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 1938

Am 9. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen und jüdische Gebetssäle, tausende Juden wurden verhaftet oder getötet. Dieser Tag steht wie kein anderer für den Beginn eines beispiellosen, vom Staat getragenen Antisemitismus, dem bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Millionen europäischer Juden zum Opfer fallen sollten.

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht, in der Nationalsozialisten auch in Essen die heutige Alte Synagoge sowie die Synagogen und Gebetssäle in Steele, Werden und Kettwig und das jüdische Jugendheim verwüsteten, richtete Oberbürgermeister Thomas Kufen am Mittwoch (9.11.) bei der Gedenkfeier in der Alten Synagoge klare Worte an alle Essenerinnen und Essener: „Heute ist ein Tag, an dem wir uns dieser Menschen erinnern und der vielen Opfer gedenken. Wir dürfen es allerdings nicht dabei belassen. Wir müssen unser Erinnern in die Gegenwart einbinden – mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen verknüpfen. Es ist unser aller Aufgabe, aus Geschichte zu lernen.“

Nur der gegenseitige Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen und Lebensstilen führe zu einem friedlichen Miteinander innerhalb der Stadtgesellschaft. Das sei gerade angesichts der vielen Menschen, die in den vergangenen Monaten als Flüchtlinge nach Essen gekommen sind, unverzichtbar. „Religiöse oder kulturelle Vielfalt gehören untrennbar zu unserer Stadt.“

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de // Beitragsbild: Ralf Schultheiss

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s