Aktionswoche für Sprachbildung und Toleranz zwischen den Kulturen in der Kita Schonnebeckhöfe

Die Kita Schonnebeckhöfe ist eine von 15 städtischen Sprachförderkitas, die durch das entsprechende Bundesprogramm gefördert werden. In der aktuellen Aktionswoche dreht sich hier alles um sprachliche Bildung und um Toleranz zwischen den Kulturen.

Sprachförderkraft Nedime van der Logt (vordere Reihe) und Sandra Schurgatz von der Stadtbibliothek begeisterten mit ihrem „Erzähltheater“ Kinder und Eltern. Es ist Teil einer Aktionswoche, bei der es um Sprache und Sprachentwicklung geht. Fotos: Peter Herzogenrath

Das Erzähltheater, das die Kita in Kooperation mit der Schonnebecker Stadtteilbibliothek auf die Beine gestellt hat, ist nur ein Teil der Aktionswoche, die die Kita Schonnebeckhöfe momentan zum Thema Sprache und Sprachentwicklung durchführt. Wann ist eine Störung bei der Sprachentwicklung behandlungsbedürftig und ist es gut, wenn Kinder zweisprachig aufwachsen? Die Antworten gab es bei einem Elterninfotag, den die Kita gemeinsam mit der logopädischen Praxis „Sarah Sennefelder“ anbot und der von den Eltern gut besucht wurde. Mit Kindern und Eltern wurden Familienwappen gebastelt: Hier konnten die Familien symbolisieren, was ihnen wichtig ist und ihre kulturelle Besonderheiten verdeutlichen. Weitere Programmpunkte: Ein Besuch der benachbarten Stadtbibliothek, in der rund 130.000 Kinder- und Jugendbücher sowie weitere Medien auf ihre Ausleihe warten. „Solche Aktionstage sind gute Anlässe, um mit Eltern ins Gespräch zu kommen und eine gute Beziehung herzustellen“, sagt Kita-Leiterin Silvia Olbrich-Kammann, „denn ohne läuft nix – weder mit den Eltern, noch mit den Kindern“, ist die Kita-Leiterin überzeugt. 14 unterschiedliche Nationen tummeln sich in der städtischen Kita – ein fröhliches Miteinander, in dem Sprache und Verständigung eine wichtige Rolle spielen.

Zum Hintergrund:

Neben der Kita Schonnebeckhöfe gibt es weitere 14 städtische Sprachförderkitas. Dort werden zusätzlich Sprachförderfachkräfte wie Nedime von der Logt eingesetzt, die ihre Aufgabe so beschreibt: „Ich schaue wie durch eine Lupe, wie wir im Alltag noch mehr Sprachanlässe nutzen können, um unsere Kinder zu fördern“. Kita-Leiterin Olbrich-Kammann und Sprachförderkraft van der Logt bilden dabei ein sogenanntes Tandem, das von Fachberaterin Kerstin Schick begleitet wird. Ihr Ziel ist es, das Team in Sachen sprachliche Bildung zu schulen und zu beraten. Dabei werden systematisch Ziele gesetzt, die bereits zu Neuerungen geführt haben: So gibt es inzwischen Eltern, die als Lesepaten Bilderbücher in verschiedenen Sprachen vorlesen. In gemeinsamen Teamgesprächen schaut man sich jedes Kind genau an, um seine Sprachentwicklung noch besser und vor allem systematisch zu fördern. Ein wichtiger Grundsatz ist dabei die Akzeptanz kultureller Unterschiede. Zwar wird in der Kita deutsch gesprochen, damit alle Kinder teilnehmen können. Wenn aber Kinder im Spiel vertieft in ihrer Muttersprache miteinander sprechen, geht das in Ordnung: „Die Muttersprache ist ein Schatz, den es zu bewahren gilt“, sagt Olbrich-Kammann.

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de

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